Eröffnungsfeier des Elektromobilitätslabors mit Minister Garrelt Duin

14.01.2016

Anlässlich der Eröffnung des Elektromobilitätslabors (eLab) auf dem Campus Melaten fand eine Talkrunde zum Thema „Elektromobilität made in NRW“ statt.

  Professor Sauer, Professor Kampker, Minister Duin, Professor Schmachtenberg, Oberbürgermeister Philipp, Professor Schuh Urheberrecht: Andreas Steindl Von links nach rechts: Professor Sauer, Professor Kampker, Minister Duin, Professor Schmachtenberg, Oberbürgermeister Philipp, Professor Schuh

Im Gespräch waren Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, Marcel Philipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Professor Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen, Professor Achim Kampker vom Lehrstuhl für Production Engineering of E-Mobility Components, Professor Dirk Uwe Sauer vom Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik sowie Professor Günther Schuh, Geschäftsführer der RWTH Aachen Campus GmbH. Über 140 Gäste von Bund, Land, Region und Vertreter der Hochschule sowie Industrie nahmen an der Feierlichkeit und der Besichtigung des Gebäudes mit seinen Prüfständen und Anlagen teil.

Das Land NRW sowie das Ziel 2-Programm des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, EFRE, förderte die Errichtung dieses Gebäudes. Das Investitionsvolumen inklusive der Einrichtungen liegt bei rund acht Millionen Euro. Wirtschaftsminister Garrelt Duin freute sich über diese Weiterentwicklung der Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen und sagte nach seinem Einblick in die Arbeit des Labors: „Das eLab ermöglicht der Wissenschaft und Wirtschaft, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität zu intensivieren und neue Produkte zur Marktreife zu bringen. Damit treiben wir das Thema in Nordrhein-Westfalen weiter voran und nähern uns dem Ziel, Elektromobilität im Alltag zu verankern.“

Die Forschung im Bereich Elektromobilität auf dem RWTH Aachen Campus leistet dabei einen wichtigen Beitrag. „Wir verfolgen bei unserer Forschungsarbeit zwei Ziele – die Optimierung einzelner Komponenten und die Entwicklung von Prototypen elektrischer Antriebsstränge. Ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam der RWTH und Unternehmen widmen sich dieser Aufgabe im Elektromobilitätslabor“, so Professor Kampker, Chair of Production Engineering of E-Mobility Components. Fünf RWTH-Institute beteiligen sich im Elektromobilitätslabor: IEM – Institut für elektrische Maschinen, ISEA – Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe, ISF – Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik, PEM – Production Engineering of E-Mobility Components und das WZL – Werkzeugmaschinenlabor.

Ziel: marktfähige Produkte

Das Elektromobilitätslabor legt den Fokus auf die Komponentenentwicklung und die Prototypenproduktion rund um den elektrischen Antriebsstrang – Batteriezellproduktion, Batteriesystem, Leistungselektronik, Steuerung, Elektromotor. Primäres Ziel ist es, die deutsche Automobil-Zulieferindustrie dabei zu unterstützen, Forschung und Entwicklung an einzelnen Komponenten für Elektrofahrzeuge zu betreiben und die Ergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen.

Die ersten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bezogen im August 2015 das Elektromobilitätslabor. Auf circa 3.600 Quadratmetern befinden sich Büroräume, eine Halle mit einem Batterieteststand (BAC, Battery Abuse Center) sowie ein Maschinenpark. Über 60 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sind zukünftig in dem Elektromobilitätslabor tätig.