Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (w/m/d) - Auslegung nachhaltiger Fertigungsprozesse

Nachhaltige Werkzeug- und Prozessauslegung für die Triebwerksfertigung

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Tobias Kelliger

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+49 (0) 241 80-20523

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Markus Meurer

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Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren

Unser Profil

Das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen University steht seit Jahrzehnten weltweit als Synonym für erfolgreiche und zukunftsweisende Forschung auf dem Gebiet der Produktionstechnik. In enger Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie und Wissenschaft prägen wir in vielfältigen und praxisrelevanten Forschungs- und Entwicklungsprojekten die Zukunft der Produktionstechnik.

Die Abteilung Zerspantechnologie entwickelt zukunftsweisende Lösungen zur Modellierung, Auslegung, Überwachung und Regelung von anspruchsvollen Zerspanprozessen wie dem Fräsen, Drehen, Räumen und Bohren für die Fertigung komplexer Produkte. Um bei immer kürzeren Entwicklungszyklen auch zukünftig effizient und flexibel produzieren zu können, benötigt es vielfach Vernetzung und Adaptivität in Prozessketten. Hieran arbeiten wir in einem interdisziplinären Team mit über 27 Mitarbeitenden auf der Basis von tiefgreifendem Systemverständnis - von den Grundlagen der Zerspanung bis zur Anwendung in der Fertigung beim Kunden.

In mehreren kooperativen Forschungsprojekten werden am WZL derzeit die Herausforderungen in der Fertigung der nächsten Generation effizienter Flugtriebwerke entlang des gesamten Auslegungs-, Herstellungs- und Qualitätssicherungsprozesses erforscht. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Reduzierung von Entwicklungszeiten, der Flexibilisierung von Fertigungsfolgen sowie der Vermeidung teurer, zerstörender Prüfverfahren. Dies kann durch eine modellgestützte und experimentell validierte Vorhersage der durch den Fertigungsprozess eingebrachten Belastungen und der damit einhergehenden Veränderungen der Randzone des Triebwerk-Bauteils erreicht werden.

Im Rahmen der angebotenen Stelle sollen über die Entwicklung analytischer und numerischer Modelle, die Integration von Prozesssensorik im Zerspanprozess sowie durch umfangreiche experimentelle Arbeiten grundlegende Fragestellungen für die wissensbasierte Auslegung von Fertigungsprozessen wie dem Drehen, Fräsen und Räumen beantwortet werden.

Neben diesem dissertationswürdigen Forschungsschwerpunkt werden in vielseitigen bilateralen Projekten anwendungsnahe Lösungen zusammen mit Partnern aus der Industrie entwickelt. Dazu gehört insbesondere auch der intensive Kontakt zum breiten Industrienetzwerk des WZL, zum Beispiel im Rahmen verschiedener Arbeitskreisprojekte zusammen mit Unternehmen aus der Werkzeugtechnik, dem Werkzeugmaschinenbau, der Energie-, Luftfahrt-, Automobil-, Kupferindustrie und weiteren Partnern aus dem F&E und Anwendungs-Bereich.

Ihr Profil

  • Erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) im Bereich Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem artverwandten Studiengang
  • Idealerweise Kenntnisse in den Bereichen Produktions- und Fertigungstechnik
  • Neugier und Begeisterung für technologisch-strategische Fragestellungen in der Produktion
  • Ein hohes Maß an Eigeninitiative, Kreativität, Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit
  • Strukturierte, eigenständige Arbeitsweise und analytisch-konzeptionelles Denken
  • Verhandlungssichere Deutsch- und Englischkenntnisse
  • Interesse am experimentellen Versuchsbetrieb und der Arbeit an der Werkzeugmaschine
  • Für die Bearbeitung der Forschungsthemen sind Anwenderkenntnisse im Umgang mit gängigen Simulationsmethoden (z.B. Abaqus, Ansys) und Programmiersprachen wünschenswert

Ihre Aufgaben

Sie gestalten mit uns innovative Prozesse und Prozessketten für die spanende Bearbeitung von Hochleistungskomponenten. Diese erlangen vor allem in Flugtriebwerken und Antriebssträngen der Zukunft sowie im Energiesektor zunehmend Bedeutung. Der Fokus liegt auf der Entwicklung und Qualifizierung von Hochleistungswerkzeugen und Beschichtungen für die Zerspanung. In enger Zusammenarbeit mit unserem interdisziplinären Team und industriellen Projektpartnern verbinden sie praktische Zerspanung an der Maschine mit neuen Modellierungsansätzen und Digitalkonzepten. Ein Fokus Ihrer Arbeit liegt auf der modellgestützten Analyse und Beschreibung des Zerspanprozesses. Als Teil unseres Teams nutzen Sie bestehende physikalisch getriebene Modelle, erweitern diese und bringen Sie von den Grundlagen in die industrielle Anwendung. Darüber hinaus analysieren Sie den Zerspanprozess mit modernster Messtechnik wie bspw. Pyrometrie und Thermographie bis hin zur Ultra-High-Speed-Kameratechnik. Im Zuge dieser Zusammenarbeit etablieren Sie exzellente Kontakte zu renommierten Industrieunternehmen und Forschungspartnern.

  • Sie arbeiten mit uns an anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den Bereichen der Werkzeug- und Schichtentwicklung sowie der Modellierung, Analyse und Auslegung von Fertigungsprozessen.
  • Sie entwickeln Versuchs- und Messaufbauten und führen experimentelle Untersuchungen an der Werkzeugmaschine durch.
  • Sie akquirieren, planen, bearbeiten und leiten eigenverantwortlich technologische Forschungs- und Industrieprojekte in enger Kooperation mit führenden, nationalen und internationalen Forschungsinstituten und Industrieunternehmen.
  • Sie betreuen Lehrveranstaltungen und studentische Arbeiten (Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten).
  • Sie veröffentlichen wissenschaftliche Ergebnisse in nationalen und internationalen Medien und auf Konferenzen.

Unser Angebot

Die Einstellung erfolgt im Beschäftigtenverhältnis.
Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen und befristet auf 2 Jahre.
Eine Verlängerung um 3 weitere Jahre ist vorgesehen.
Die befristete Beschäftigung erfolgt im Rahmen der Befristungsmöglichkeiten des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.
Es handelt sich um eine Vollzeitstelle.
Eine Promotionsmöglichkeit besteht.
Die Eingruppierung richtet sich nach dem TV-L.
Die Stelle ist bewertet mit EG 13 TV-L.

Über uns

Die RWTH ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert.
Die RWTH bietet im Rahmen eines Universitären Gesundheitsmanagements eine Vielzahl von Gesundheits-, Beratungs- und Präventionsangeboten (z. B. Hochschulsport) an. Für Tarifbeschäftigte und Beamtinnen und Beamte besteht ein umfangreiches Weiterbildungsangebot und die Möglichkeit, ein Jobticket zu erwerben.
Die Stellenausschreibung richtet sich an alle Geschlechter.
Wir wollen an der RWTH Aachen University besonders die Karrieren von Frauen fördern und freuen uns daher über Bewerberinnen.
Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern sie in der Organisationseinheit unterrepräsentiert sind und sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht.
Im Sinne der Gleichbehandlung bitten wir Sie, auf ein Bewerbungsfoto zu verzichten.
Informationen zur Erhebung personenbezogener Daten nach Artikeln 13 und 14 Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) finden Sie unter https://www.rwth-aachen.de/dsgvo-information-bewerbung.

Bewerbung
Nummer:V000004447
Frist:30.04.2023
Postalisch:RWTH Aachen University
Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren
Tobias Kelliger
Campus-Boulevard 30
52074 Aachen
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