Auszeichnung für junge Forschende der RWTH

09.02.2016

Im Rahmen der Jahresfeier der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste wurden zwei Angehörige der RWTH Aachen in das Junge Kolleg der Akademie aufgenommen: Dr.-Ing. Carola Silvia Neugebauer, Juniorprofessorin für das Fach Sicherung kulturellen Erbes an der Fakultät für Architektur, und Dr. rer. nat. Martin Salinga, Akademischer Oberrat am Institut für Physik neuer Materialien.

  Gruppenfoto der Preisträger Urheberrecht: AWK NRW RWTH-Prorektor Professor Rudolf Mathar, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Dr. Martin Salinga, Akademiepräsident Wolfgang Löwer und Juniorprofessorin Carola Neugebauer.

Juniorprofessorin Dr.-Ing. Carola Silvia Neugebauer

Carola Neugebauer studierte Landschaftsarchitektur mit Schwerpunkt Städtebau an der TU Dresden und ENSP in Versailles. Ab 2005 war sie Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Ökologische Raumentwicklung sowie am Leibniz-Institut für Länderkunde. Parallel promovierte sie an der TU Dresden zum Thema UNESCO-Weltkulturerbe und nachhaltige Stadtentwicklung. Ab 2013 war sie Postdoc im Forschungsverbund Urban Reconfigurations in Post-Soviet Space.

In Europa sind die kritische Reflexion kulturellen Erbes und die Entwicklung integrativ partizipativer Ansätze für dessen Bewahrung in den Raumplanungsdisziplinen verankert. Kulturerbe ist dabei nicht nur Schutzgut, sondern selbst Entwicklungspotenzial. Seit Juni 2014 erforscht die Juniorprofessorin an der RWTH daher Handlungsansätze, Potenziale und Herausforderungen einer bewahrenden Stadt- und Raumentwicklung, unter besonderer Beachtung des UNESCO-Weltkulturerbe-Konzeptes und des eurasischen Raumes.

Dr. rer. nat. Martin Salinga

Martin Salinga studierte Physik an der RWTH Aachen. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt an der Harvard University und dem IBM Almaden Research Center kehrte er 2006 an die RWTH zurück, setzte hier seine Studien über die Schalteigenschaften von Phasenwechselmaterialien fort und trat im Anschluss an seine Promotion im Sommer 2008 eine permanente Stelle als Gruppenleiter an. Für seine Lehrtätigkeit wurde der Physiker 2013 mit dem Titel RWTH Lecturer ausgezeichnet.

Seit Juli 2011 ist Salinga Teilprojektleiter und Mitglied der Lenkungsgruppe im Sonderforschungsbereich Nanoswitches. Mit seinem Team erforscht er die Dynamik resistiv schaltender Materialien und ihre Anwendungsmöglichkeiten in neuartiger Elektronik. Die Forschungsgruppe zielt dabei auf die Entwicklung kompakter Bauelemente, welche die Veränderung der Stärke synaptischer Verbindungen zwischen künstlichen Neuronen regeln. Seit 2015 fördert das European Research Council das Forschungsprojekt Neuramorph mit einem Starting Grant.

Das Junge Kolleg wurde 2006 zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen gegründet. Es bietet den Mitgliedern eine interdisziplinäre Plattform zum Austausch und zur gemeinsamen Erarbeitung kritischer Bewertungen gesellschaftlich relevanter Fragen. Maximal 30 herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen werden für jeweils vier Jahre berufen.

Redaktion: Presse und Kommunikation