Botschaften aus dem Universum und wehrhaftes Grünzeug

08.11.2016

Die RWTH-Wissenschaftsnacht gibt wieder Einblicke in Forschung und Aktivitäten. Rund 40 Vorträge, Exponate, Kultur und Unterhaltung.

 

Es ist wieder soweit: Am Freitag, 11. November, öffnet die Aachener Exzellenz-Uni ihre Türen für die RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“. Von 19 Uhr bis Mitternacht gibt es verständliche und peppig aufbereitete Einblicke in Forschung und Lehre der unterschiedlichen Disziplinen. Seit der Erstauflage 2003 gewann das Angebot stetig an Popularität, die Zahl der Besucher überschritt längstens die 5.000er-Marke. Auch in diesem Jahr stehen wieder rund 40 Vorträge auf dem Programm, das zudem mit Live-Experimenten, Versuchsständen, Ausstellungen, Theater oder Musik spannende Unterhaltung verspricht.

Gesellschaft ohne Abfall – ein Märchen

Traditionell eröffnet wird der Event mit einer knallenden und stinkenden Experimentalvorlesung vor allem für Kinder, diesmal inszeniert von einem studentischen Team im Fo1 des Kármán-Auditoriums. Neueste Botschaften aus dem Universum verkündet Professor Thomas Hebbeker um 19.45 Uhr im Generali-Saal des SuperC. Professor Nils Nießen behauptet im Hörsaal 1, dass pünktlichere Züge durch IT-Verfahren Wirklichkeit werden können während Professor Ralph Panstruga im Fo 5 des Kàrmàn-Auditoriums die Wehrhaftigkeit von Grünzeug rühmt und erläutert, wie sich Pflanzen ihre Feinde vom Leibe halten. Küstenschutz Made in Aachen stellt Professor Holger Schüttrumpf an 21.15 Uhr im Hörsaal I des Hauptgebäudes vor. Warum Hühner beim Autofahren nicht telefonieren können, erklärt anschließend Omid Nikoubashman im selben Hörsaal. Professor Hornef widmet sich um 21.45 Uhr in Hörsaal IV dem Leben unter Mikroben, nachdem Professor Klaus Reicherter dort zuvor über die Erdbebengefahr in Aachen informiert hat.

Roboter sammeln Muscheln am Strand

Undenkbar wäre die Wissenschaftsnacht ohne den beliebten Physik-Jahrmarkt im Kármán-Auditorium – zum Late Night Shopping von hippen RWTH-Design wird gegenüber im Hauptgebäude eingeladen. Biologen klären mit ihren Exponaten über die Zugfestigkeit von Bambus auf, die höher als die von Stahl ist, zudem über Gene in unserem Essen und warnen vor dem Malaria-Erreger. Ein ausgelassenes Treiben veranstalten hingegen die autonomen Roboter von Studierenden im Kármán-Auditorium, die Muscheln sammeln und Strandburgen bauen. Das Formula Student-Team bringt seinen neuesten Boliden zum Bestaunen mit, der Verein „Studieren ohne Grenzen“ berichtet über Hilfe zur Selbsthilfe und eine Lasershow zaubert fantastische Skulpturen.

Da die Wissenschaftsnacht auch räumlich erheblich erweitert wurde, stehen Drohnen im Windkanal, Entsorgungstechniken oder neueste Schweißverfahren mit Laserstrahlen ebenfalls in Instituten im Kernbereich der Hochschule zum Kennenlernen bereit.

Wettstreit des Wissens

Selbstverständlich kommen vor und nach Mitternacht Kunst, Geschichte und Musik nicht zu kurz: Durch das Hauptgebäude zieht die englischsprachige Theatertruppe Actor’s Nausea und stellt Szenisches unter dem Motto „Say Goodbye the English Way“ dar. Verschiedene Klangwelten bieten das Collegium Musicum mit Hochschulchor und Studierende der Musikhochschule, die RWTH-Bigband und das Scratching von RWTH-Professoren als DJs.

Zeitig sollten sich die Fans des Science Slam einen Sitzplatz im Großen Hörsaal des Audimax sichern: Ab 19.30 Uhr präsentieren in einem wissenschaftlichen Wettstreit Studierende, Beschäftigte und Lehrende der RWTH ihre Forschungsthemen. Wessen Darbietung besonders knackig, pointiert und verständlich war, entscheidet unter Moderation von RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven das Publikum.

Für das leibliche Wohl am Abend sorgt das Team der Bar Museo. Das komplette Programm ist als Broschüre oder im Internet erhältlich.

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