Exzellente Forschung auf der Kläranlage

29.11.2016

Neubau der RWTH Aachen in der Soers bietet einzigartige Möglichkeiten für Wissenschaft und Praxis.

 

Nicht auf dem RWTH-Campus, sondern auf dem Gelände der Kläranlage Aachen-Soers fand jetzt der erste Spatenstich für einen weiteren Hochschulneubau statt. Eine Erbpachtfläche bietet Platz für ein modernes Laboratorium mit Seminar- und Büroräumen sowie einer Versuchshalle für halbtechnische Anlagen. Einziehen wird dort das Institut für Siedlungswasserwirtschaft, ISA, der RWTH. Der Neu- und Ersatzbau dient der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft sowie der Umweltforschung.

„Heute sind vor allem Mikroverunreinigungen wie feinste Plastikpartikel oder Rückstände von Medikamenten das Hauptproblem bei der Behandlung von Abwasser“, berichtete Institutsleiter Professor Johannes Pinnekamp. Die direkte Anbindung an Europas modernster Kläranlage bedeute ideale Standortvoraussetzungen für künftige Forschung, betonte RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg. Die Nähe zu der großtechnischen Kläranlage, die vom Wasserverband Eifel Rur, WVER, betrieben wird, gewährleiste einen einzigartigen Bezug zwischen Wissenschaft und Praxis auf allen Größenskalen.

Als Kooperationspartner für den Bau und Betrieb konnte die Aachener nesseler grünzig gruppe als Investor gewonnen werden. Die nesseler projektidee (np labor soers gmbh & co kg) vermietet im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung das Labor- und Seminargebäude langfristig an die RWTH. Die Architektur- und TGA-Planung erfolgt durch die nesseler plan gmbh, die Bauausführung durch die nesseler bau gmbh. Das Gebäude mit einem Projektvolumen von sieben Millionen Euro wird als Massivbau in Stahlbeton errichtet. Es bietet auf einer Mietfläche von rund 1.700 Quadratmeter Platz für Forschungsarbeiten und Lehre. Das spätere Facility Management wird über nesseler betrieb abgewickelt.

Redaktion: Presse und Kommunikation