RWTH-Institute forschen im Projekt „Off-Highway-Twins“

19.04.2021

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Förderung durch Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

 

Drei Institute der RWTH Aachen forschen jetzt im Projekt „Off-Highway-Twins“. Es wird im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit knapp 100.000 Euro gefördert. Beteiligt sind das Institut für fluidtechnische Antriebe und Systeme, das Institut für Mensch-Maschine-Interaktion und das Institut für Maschinenelemente und Systementwicklung.

Für den Einsatz von Off-Highway-Fahrzeugen auf Baustellen, im Wald oder in der Landwirtschaft stellen Bundes- und Landesbehörden (Geo-)Daten bereit. Die Aktualität und Auflösung der Daten variiert, Luftbilder und Geländemodelle sind häufig veraltet oder ungenau. Die Sensoren der Off-Highway-Fahrzeuge sammeln hingegen kontinuierlich Daten.

Im Projekt wird erforscht, in welchem Umfang und mit welchen Methoden eine Auswertung der Sensordaten möglich ist, um aus ihnen Informationen zu synthetisieren und in Cloud-Datenbanken bereitzustellen. So lässt sich beispielsweise aus Bewegungs- und Antriebsdaten einer Maschine herauslesen, wie viel Material von einem Ort zum anderen bewegt wurde und schließlich im Geländemodell vermerken, wo ein neues Loch oder ein Erdhaufen mit welchem Ausmaß entstanden sind. Ebenso kann eine Maschine melden, dass ein Weg auch mit starker Antriebsleistung nur schwer passierbar ist, kleinere Maschinen könnten dann eine alternative Route nutzen. Im nächsten Schritt wird ermittelt, ob die Informationslücken geschlossen werden können.

Die Durchführung und Planung von Bauprozessen soll so verbessert werden und zu einer Kostensenkung bei Bauprozessen führen. Auch sind ausführliche Geodaten Grundstein für die Realisierung von autonomen Bauprozessen.

Redaktion: Presse und Kommunikation