RWTH-Start-up überzeugt im Finale in den USA

22.04.2021

Ein vierköpfiges Team des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen belegte bei der 21. Rice Business Plan Competition (RBPC), dem weltweit größten und höchstdotierten universitären Start-up-Wettbewerb, den dritten Platz.

  FibreCoat Urheberrecht: FibreCoat Das Team des RWTH-Start-up FibreCoat – Robert Brüll, Richard Haas und Alexander Lüking (v.l.).

In der Vorauswahl setzte sich das Aachener Team von FibreCoat gegen über 440 Mitbewerber aus der ganzen Welt durch. Damit ist es eines von nur zwei internationalen Teams, die es neben Hochschulen wie dem Massachusetts Institute of Technology, der Harvard University oder der University of California bis ins Finale geschafft haben. Mit den Wissenschaftlern von FibreCoat war die RWTH als einzige europäische Universität vertreten. Das Unternehmen erhielt auf der RBPC außerdem den TiE Houston Angels Preis in Höhe von 100.000 Dollar und den „Best Hard Tech Elevator Pitch“-Preis des Mercury Fund in Höhe von 500 Dollar.

Wie schon im Vorjahr wurde der viertägige Wettbewerb auch in diesem Jahr wieder virtuell ausgetragen. Die teilnehmenden Teams erhielten im Vorfeld ein virtuelles Coaching und Mentoring und stellten ihre Entwicklungen im Finale in einem Live-Pitch vor. Mit ihrer patentierten Technologie überzeugten die Aachener die Jury und gewannen so den mit 50.000 US-Dollar dotierten Investitionspreis für den dritten Platz.

Preiswerte Hochleistungsverbundfasern

Die FibreCoat GmbH stellt preiswerte Hochleistungsverbundfasern mithilfe einer hochproduktiven Spinntechnologie her. Es handelt sich dabei um Glasfasern mit Polymermantel oder Basaltfasern mit Aluminiummantel. Die FibreCoat GmbH kann mithilfe einer an der RWTH entwickelten Beschichtungstechnologie die Einzelfilamente direkt im Herstellungsprozess beschichten. Sie erreicht eine Produktionsgeschwindigkeit von über 1.500 Metern pro Minute sowie eine vollkommen homogene Ummantelung. Mit „AluCoat“ hat FibreCoat im Januar ein erstes Produkt auf den Markt gebracht. Diese Fasern sind zehnmal günstiger als vergleichbare leitfähige Fasern, die zurzeit für Anwendungen in der E-Mobilität oder der elektromagnetischen Abschirmung stark nachgefragt werden.

Das Start-up wurde im Februar 2020 gegründet. Im selben Jahr gewann das Team den RWTH Spin-off Award, belegte den zweiten Platz auf der Aachen Technology and Entrepreneurship Conference (ATEC X) und beim AC2 Gründungswettbewerb, erhielt die Auszeichnung „Science Start-up“ der Falling Walls Foundation, erreichte den ersten Platz im NUK Bussinessplan-Wettbewerb und schaffte es in die Liste der Top 50 Start-ups in Deutschland.

Redaktion: Presse und Kommunikation