Wassersicherheit im Klimawandel

27.04.2021

Die RWTH Aachen und die TU Dresden werden gemeinsam mit dem Indian Institute of Technology Madras IIT (Chennai, Indien) als strategischem Partner der RWTH, dem Asian Institute of Technology (Bangkok, Thailand) und dem Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources der United Nations University (UNU-FLORES) in Dresden ein „Global Water and Climate Adaptation Centre“ am IIT Madras aufbauen. 

 

Gefördert wird dieses seitens des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes für den Aufbau von Globalen Zentren für die interdisziplinäre Vernetzung von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Das „Global Water and Climate Adaptation Centre (ABCD)“ wird bis Dezember 2025 mit insgesamt 2,8 Millionen Euro finanziert, eine Verlängerung um weitere fünf Jahre bis 2030 ist möglich. Dabei werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in drei thematischen Clustern zu „Wassersicherheit, Wasserressourcenmanagement, sichere Wasserversorgung und Wasseraufbereitung“, „Ökosystem-Resilienz und naturbasierten Anpassungsmaßnahmen“ sowie „Traditionelles Wissen, lokale Ökonomien und gesellschaftliche Akzeptanz“ interdisziplinär zusammenarbeiten.

Das Zentrum wird sich mit der Frage beschäftigen, wie sich die Gesellschaft in Bezug auf ihre Wasserressourcen an die Folgen des Klimawandels anpassen kann. Prof. Holger Schüttrumpf, Direktor des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH, und sein Dresdener Kollege Prof. Jürgen Stamm richten den Fokus dabei auf die Megastädte in Asien. Mit den Projektpartnern werden Chennai und Bangkok als sogenannte Living Labs verstanden, also große Versuchslabore, bei denen Fragestellungen zur Wassersicherheit und -qualität im Alltag erforscht werden. Im Rahmen des Zentrums sind zudem ein gemeinsamer Masterstudiengang zum Thema „Water Security and Global Change“ sowie eine gemeinsame Doktorandenausbildung vorgesehen.

Der DAAD fördert in seinem neuen Programm acht fächerübergreifende „Globale Zentren“ zur Bewältigung weltweiter Herausforderungen. Vier Zentren werden zu Klimafragen, weitere vier zu Gesundheitsthemen und Pandemien forschen und lehren. Dafür stellt das Auswärtige Amt bis 2025 rund 22 Millionen Euro zur Verfügung.

Redaktion: Presse und Kommunikation