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26.10.2017

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Online-Tool der RWTH Aachen hilft bei der Entscheidungsfindung.

 

Viele Menschen tun sich schwer, eine Entscheidung zu treffen. Das neue Online-Tool Entscheidungsnavi kann bei wichtigen beruflichen und privaten Entscheidungen helfen. Es wurde von einem Team um Prof. Rüdiger von Nitzsch vom Lehr- und Forschungsgebiet Entscheidungsforschung und Finanzdienstleistungen der RWTH Aachen entwickelt und steht ab sofort Interessierten kostenfrei zur Verfügung.

„Wichtige Bestandteile des Tools sind Anleitungen zur Reflektion der eigenen Werte und Ziele, die für die anstehende Entscheidung von Bedeutung sind“, erläutert von Nitzsch. Er ergänzt: „Auch werden Überlegungen angeregt, ob es noch weitere Handlungsalternativen in der Entscheidungssituation gibt.“

Das Tool berücksichtigt aus der psychologischen Entscheidungsforschung bekannte Stolperfallen. Diese hindern Menschen häufig daran, die im Hinblick auf die persönlichen Ziele und Werte beste Entscheidung zu finden. Hierzu gehören beispielsweise Verzerrungen bei Wahrscheinlichkeitsschätzungen oder die Gefahr, sich selbst zu überschätzen. Im besten Fall ist sich der Anwender am Ende sicher, wie seine Entscheidung aussehen sollte. Falls nicht, hat er durch die systematische Reflektion Antworten auf die Frage gefunden, worauf es ihm in der Entscheidung ankommt und von welchen Teilaspekten seine Entscheidung abhängen sollte.

Studierende planen Studium mit Entscheidungsnavi

Das Entscheidungsnavi entstand im Rahmen der Vorlesung Entscheidungslehre für die über 1.000 Studierenden der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften pro Semester. Diese sollen entscheiden, wie sie ihr Studium im weiteren Verlauf gestalten: Welche Wahlfächer? Ist ein Auslandssemester oder ein Praktikum sinnvoll? Oder ein ehrenamtliches Engagement? Die Erfahrungen der Studierenden werden in die Weiterentwicklung des Tools einfließen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten liegen auch in Unternehmen, zum Beispiel bei Entscheidungen über mögliche Unternehmensstrategien oder in Budgetierungsüberlegungen. Wie ein entsprechender Einsatz am besten erfolgen könnte, wird noch erforscht.

Redaktion: Presse und Kommunikation