Masterarbeit sorgt für Aufnahme der Trinkhallenkultur im Ruhrgebiet auf die Liste immaterieller Kulturgüter

23.06.2021

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen hat die „Trinkhallenkultur im Ruhrgebiet“ in die Liste der immateriellen Kulturgüter des Landes aufgenommen. 

 

Den Antrag dazu hat die damalige RWTH-Studentin Marie Enders im Zuge ihrer Masterarbeit am Lehrstuhl für Gebäudelehre und Grundlagen des Entwerfens an der Fakultät für Architektur erarbeitet. Für Enders, nun wissenschaftliche Mitarbeiterin am RWTH-Institut für Städtebau und europäische Urbanistik, war es eine Auseinandersetzung mit der eigenen Heimat, schließlich ist sie aus dem Ruhrgebiet zum Studium nach Aachen gekommen. „Bei der Trinkhallenkultur im Ruhrgebiet handelt es sich um ein immaterielles Kulturgut, für das die Architektur der Trinkhalle den Raum schafft“, erläutert sie den Ansatz ihrer Arbeit, die bei den Professorinnen Anne-Julchen Bernhardt und Carolin Stapenhorst sowie betreut von Julia von Mende geschrieben wurde.

„Trinkhallen mit bewährtem Sortiment bilden für ihre Stammkundschaft eine Plattform für den Austausch und die Integration insbesondere des urbanen Milieus“, erläutert Professorin Eva-Maria Seng als Sprecherin der Landesjury, die neben den Trinkhallen auch noch das Steigerland in die Liste der immateriellen Kulturgüter aufnahm. Die offizielle Auszeichnung der Antragstellenden übernahm Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium.