Gravitationswellen und Kryo-Elektronenmikroskopie

29.11.2017

RWTHextern lädt zu zwei Vorträgen ein, in denen die Forschungsthemen der Nobelpreise 2017 in Chemie und Physik erklärt werden

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Am 10. Dezember 2017, dem Todestag des schwedischen Erfinders und Industriellen Alfred Nobel, werden seit 1901 jährlich die Nobelpreise verliehen. Auch in diesem Jahr lädt RWTHextern wieder zu Vorträgen ein, in denen die Forschungsthemen der diesjährigen Nobelpreise in Physik und Chemie erläutert werden.

Nobelpreis Physik

Am Samstag, 2. Dezember 2017, spricht Professor Julien Lesgourgues zum Thema „Die Beobachtung von Gravitationswellen - Warum hat es 100 Jahre gedauert, Einstein’s geniale Idee zu testen?“. Der Vortrag beginnt um 11 Uhr im OTTO FUCHS-Hörsaal (H03), Hörsaalzentrum C.A.R.L, Claßenstraße 11 in Aachen. Lesgourgues ist Inhaber des Lehrstuhls für Theoretische Astroteilchenphysik und Kosmologie der RWTH Aachen.

Albert Einstein erkannte schon vor einem Jahrhundert die Existenz von Gravitationswellen – ein Konzept, welches sich aus seiner Relativitätstheorie ergab. Es hat ein halbes Jahrhundert gedauert, bis seine Idee wirklich verstanden wurde, und weitere 50 Jahre, bis die Gravitationswellen nachgewiesen werden konnten. Dies gelang vor zwei Jahren und wird mit dem Nobelpreis für Physik 2017 gewürdigt. Mit dem Nachweis eröffnet sich ein neuer Forschungszweig innerhalb der Astronomie, da jetzt mit so genannten ‚Einstein-Teleskopen‘, welche Gravitationswellen messen, neue Phänomene im Universum beobachtet werden können, wie beispielsweise das Verschmelzen zweier schwarzer Löcher. Lesgourgues wird die Bedeutung der allgemeinen Relativitätstheorie und die der Gravitationswellen erläutern. Der Vortrag erfolgt teilweise in englischer Sprache.

Nobelpreis Chemie

Dr. Florian Hausen, Juniorprofessor für Angewandte Grenzflächenelektrochemie der RWTH Aachen und Institute of Energy and Climate Research – Fundamental Elektrochemistry am Forschungszentrum Jülich, referiert zum Thema „Kryo-Elektronenmikroskopie: Bausteine des Lebens – Tiefgekühlt und Hochaufgelöst“. Der Vortrag beginnt am Freitag, 8. Dezember 2017, um 18:30 Uhr im Hörsaal HKW1, Wüllnerstraße 1 in Aachen.

Biologische Proben in einem natürlichen Zustand in einem Elektronenmikroskop abzubilden war - bedingt durch das notwendige Vakuum und die Empfindlichkeit solcher Proben gegenüber dem Elektronenstrahl – früher unmöglich. Dank der diesjährigen Chemie-Nobelpreisträger können Zellen, Viren, Bakterien oder Proteine durch ein Verfahren tiefgekühlt und damit stabilisiert werden. Dies erlaubt eine Auflösung bis hinab auf die atomare Ebene und faszinierende Einblicke in die Welt der kleinsten Bausteine des Lebens.

Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Redaktion: Presse und Kommunikation