RWTH-Forschende geehrt

10.09.2021

Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V.

 

Die RWTH-Forschenden Professorin Sandra Korte-Kerzel, Professor Guillermo Requena und Dr. Patrick Köhnen wurden für Ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Materialwissenschaft von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) geehrt. Mit den Auszeichnungen sollen exzellente Leistungen im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sichtbar gemacht, Einzelpersonen gewürdigt und Nachwuchs gefördert werden.

Professorin Sandra Korte-Kerzel vom Lehrstuhl für Werkstoffphysik, erhielt den DGM-Preis 2021 für ihre Forschung auf dem Gebiet der Nanomechanik komplexer Legierungen. Dieser wird für herausragende wissenschaftlich-technische Leistungen verliehen, die einen Durchbruch in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik darstellen oder ein neues Forschungsfeld eröffnet haben. Korte-Kerzel studierte Physik und Maschinenbau an der RWTH und promovierte an der University of Cambridge. Anschließend wurde sie Juniorprofessorin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2012 übernahm sie im Alter von 32 Jahren die Professur für Werkstoffphysik am Institut für Metallkunde und Materialphysik der RWTH Aachen.

Für seine Leistungen in der Anwendung neuester tomografischer und diffraktometrischer Methoden zur Metallografie wurde Professor Guillermo Requena, Lehr- und Forschungsgebiet Metallische Strukturen und Werkstoffsysteme für die Luft- und Raumfahrt, die Tammann-Gedenkmünze 2021 verliehen. Mit ihr werden DGM-Mitglieder geehrt, die sich als Leitende einer Forschungsgruppe um die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik verdient gemacht haben. Requena studierte Elektrotechnik an der Universidad Nacional del Comahue in Argentinien. Er promovierte und habilitierte an der TU Wien. Seit 2015 ist er Abteilungsleiter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Professor in der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik der RWTH.

Einer der DGM-Nachwuchspreise 2020 ging an Dr.-Ing. Patrick Köhnen vom Lehrstuhl für Digitale Additive Produktion für seine Arbeiten zur Legierungsentwicklung für die additive Fertigung. Der Preis richtet sich an Promovierende und Promovierte mit überdurchschnittlichen Studien- und Arbeitsergebnissen. Köhnen studierte Wirtschaftsingenieurwesen, Fachrichtung Werkstoff- und Prozesstechnik, an der RWTH und der Polytechnischen Universität Valencia. Im Anschluss untersuchte er 2016 als Stipendiat supraleitende, ultraharte Materialien an der University of California in Los Angeles. 2020 schloss Köhnen seine Doktorarbeit mit dem Titel „Alloy and process design of additively manufactured bulk and lattice structures of austenitic advanced high-strength steels“ am Institut für Eisenhüttenkunde der RWTH ab.