Minister aus Georgien besuchte die RWTH

06.06.2018
Fünf Männer schauen in die Kamera Urheberrecht: Andreas Schmitter

Der georgische Minister für Wissenschaft und Ausbildung Mikheil Chkhenkeli besuchte jetzt das Forschungszentrum Jülich und die RWTH. Chkhenkeli (rechts) wurde von Alexander Tsiskaridze (zweiter von rechts), Vize-Rektor der Tbilisi State University, und Botschafter Dr. Elguja Khokrishvili (Mitte) begleitet. Die RWTH-Professoren Michael Krämer (zweiter von links) und Achim Stahl (links) begrüßten die Gäste im RWTH-Physikzentrum.

 

In den vergangen Jahren entstand als „Georgian-German Science Bridge“ eine Zusammenarbeit zwischen den drei Universitäten in Tiflis, dem Institut für Kernphysik des Forschungszentrums Jülich und dem III. Physikalischen Institut der RWTH.

Chkhenkeli hat in Georgien nun sogenannte SMART-Labs installiert, die die Kooperation tragen. SMART steht für Science, Medicine, Applied Research and Technology. Die Wissenschaftler aus Georgien arbeiten von dort aus an Projekten am Forschungszentrum und an der RWTH mit, während diese regelmäßig Mitglieder der SMART-Labs aufnehmen, so zu deren Ausbildung beitragen und die internationale Konkurrenzfähigkeit der Gruppen sicherstellen.

Warum ist die Antimaterie aus dem Universum verschwunden?

Aktuell ist die Kooperation mit der RWTH auf die Elementarteilchenphysik fokussiert. Hier suchen Wissenschaftler nach Unterschieden zwischen Materie und Antimaterie, um zu erklären, warum die Antimaterie aus dem Universum verschwunden ist. Ziel des Besuchs war, über eine Ausweitung der Kooperation in neue Bereiche - insbesondere Medizinphysik - zu sprechen. In der Medizinphysik wird mit den Methoden der Elementarteilchenphysik Forschung zur Strahlentherapie von Krebs betrieben. In Georgien soll ein nationales Bestrahlungszentrum entstehen, an dem die Forschungsergebnisse eingesetzt werden könnten. Das Zentrum würde auch den Aachener Wissenschaftlern für Tests zur Verfügung stehen.

Redaktion: Presse und Kommunikation