RWTH hält Spitzenplätze im DFG-Förderatlas

05.07.2018

Deutlicher Vorsprung in den Ingenieurwissenschaften und hervorragende Positionen in den Naturwissenschaften. Profilierung zahlt sich aus.

 

Die RWTH erhielt zwischen 2014 und 2016 für Forschungsprojekte 200 Millionen Euro aus Bundesmitteln - mehr als jede andere deutsche Universität. Dies dokumentiert der neue Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, der seit 1997 im Drei-Jahres-Rhythmus herausgegeben wird.

Demnach zählt die Aachener Exzellenzuni auch bei der Einwerbung von EU-Forschungsmitteln zu den fünf besonders geförderten Universitäten im Land. Bei der Förderung durch Mittel, die über die DFG vergeben werden, rangiert die RWTH mit 281 Millionen Euro im betrachteten Zeitraum als beste technische Hochschule auf Rang drei.

Deutlich an der Spitze stehen die Ingenieurwissenschaften der RWTH als Fördernehmer: Mit 134,3 Millionen Euro ist das von der DFG eingeworbene bewilligte Volumen um 47,9  Millionen höher als das der Uni Erlangen-Nürnberg als Zweitplatzierter. Hinzukommen 33,9 Millionen Euro im Rahmen des Programms Industrielle Gemeinschaftsforderung IGF der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Aif, was auch hier den ersten Platz vor der TU München mit 24,2 Millionen Euro bedeutet. Die Aachener Naturwissenschaften zählen mit 48,1 Millionen Euro DFG-Mittel zu den führenden.

„Die Ergebnisse zeigen, dass eine Hochschule profiliert sein muss, um sich in der Spitzengruppe zu etablieren. Der Förderatlas bestätigt, dass wir basierend auf einer starken Grundlagenforschung und interdisziplinär ausgerichtet, klarer Spitzenreiter in den Ingenieurwissenschaften sind“, betont RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg. Aber auch die Rangliste in der Chemie wird mit 23 Millionen Euro DFG-Bewilligungen von der RWTH angeführt. Die DFG verweist explizit auf die Stärken in der Molekülchemie und der Polymerforschung. In der Architektur ist die RWTH mit 7,3 Millionen Euro seitens der DFG Dritter hinter den Universitäten Bochum und Stuttgart.

Ausgewertet für den Förderatlas werden Daten der DFG, der Bundesministerien, der EU mit Horizon 2020, der Fördermaßnahmen des European Research Councils, ERC, sowie der AiF. Enthalten sind maßgebliche Kennzahlen über die Vergabe öffentlicher projektbezogener Drittmittel, der Mittel aus Industrie und Wirtschaft an Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sowie Kennzahlen zur internationalen Personenförderung. Dazu gehören die Alexander-von-Humboldt-Professuren und die Stipendien des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes DAAD.

Deutlich wurde, dass die RWTH neben der LMU und der TU München sowie den Universitäten Bonn und Münster zu den wichtigsten Zielhochschulen von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern in den Ingenieur- und Naturwissenschaften zählt. Bei den DAAD-Förderungen für diese Gruppe in den Disziplinen ist die RWTH in den Jahren 2012 bis 2016 Spitzenreiter.

„Die RWTH hat sich als attraktiver Standort für exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler etabliert. Das ist einer von vielen Erfolgen, die durch den DFG-Förderatlas belegt werden“, sagt Schmachtenberg.

Redaktion: Presse und Kommunikation