Erfolgreiche Kooperation zwischen RWTH, Uniklinik und Bayer AG

26.10.2018

Das Joint Research Center für Computational Biomedicine lud in Aachen nach Abschluss einer fünfjährigen Startphase zum wissenschaftlichen Austausch ein.

 

Das Joint Research Center für Computational Biomedicine, kurz JRC, wurde bundesweit auf dem Gebiet der Systemmedizin als erste Public Private Partnership gegründet. Beteiligt sind die Bayer AG, die RWTH Aachen und die Uniklinik RWTH Aachen. Zum erfolgreichen Abschluss seiner fünfjährigen Startphase veranstaltete das Center vom 24. bis zum 25. Oktober 2018  den Workshop „Phase Transitions in Living Systems“.

Ziel des Workshops mit international renommierten Rednern war eine Optimierung des interdisziplinären Austauschs auf dem Gebiet der mathematischen Konzepte und der Computerwissenschaft in der Biomedizin. Diskutiert wurden alle fachübergreifenden Aspekte der „Phasenübergänge in lebenden Systemen“. Gleichzeitig wurde der Startschuss für die nächste Phase gegeben, während der die drei Partnerinnen und Partner ihre strategische Zusammenarbeit auf einer verstärkten Basis fortführen. Dazu wird das JRC in einer deutlich erweiterten Form aufgestellt - so will man zukünftig die komplette Schiene vom Molekül bis zum Patienten noch effektiver abdecken.

Das größte Projekt mit maßgeblicher Beteiligung des JRC ist SMITH – die „Smart Medical Information Technology for Healthcare“. Das Konsortium im Rahmen der Medizininformatik-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung besteht aus 14 Partnerinnen und Partnern und wird mit insgesamt rund 35 Millionen Euro seit Januar 2018 gefördert. Das Finanzvolumen für die Uniklinik RWTH Aachen und die RWTH Aachen beträgt zehn Millionen Euro.

Mit diesem Programm setzt sich das BMBF für eine wirkungsvolle digitale Medizin ein, von der Patientinnen und Patienten profitieren. Das Großprojekt SMITH will neue IT-Lösungen für eine effektivere Verknüpfung von Daten aus Krankenversorgung und medizinischer Forschung schaffen. Die Medizininformatik-Initiative soll Ärztinnen und Ärzten ermöglichen, mit einem Knopfdruck alle verfügbaren Forschungsergebnisse und Erfahrungswerte vom Röntgenbild bis hin zur Erbgut-Analyse einzusehen, die sie für weitere Therapieentscheidungen benötigen.

Redaktion: Presse und Kommunikation