Neues Netzwerk fördert Spieletechnologie

04.01.2022

Visual Computing Institut der RWTH und drei weitere Hochschulen wollen den Standort NRW stärken. 

 

Das Visual Computing Institut der RWTH Aachen hat sich mit den Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg, Düsseldorf und der Technischen Hochschule Köln zusammengetan, um ein „Games Technology Network“ (GTN) aus Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen aufzubauen, das Spieletechnologie am Standort Nordrhein-Westfalen fördert. In einem ersten Schritt werden die vier Partner Workshops mit der Industrie und weiteren Interessenvertretern aus dem Kultursektor, der Wissenschaft und öffentlichen Einrichtungen anbieten. Die Koordination hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) übernommen.

Zunächst gilt es, Innovationspotenziale auszuloten. Das Angebot richtet sich in erster Linie an regionale Unternehmen und Institutionen. Aufbauend darauf sollen Demonstratoren entwickelt werden, um vielversprechende Entwicklungszweige weiter zu erforschen. Wichtig ist den Projektpartnern dabei eine Open-Source-Software-Strategie, damit etwa Spieleentwickler die neuen Erkenntnisse in innovative Produkte einfließen lassen können. Spiele werde dabei nicht nur als Unterhaltungsmedium begriffen, sondern kommen als „Serious Games“ auch in der Aus- und Weiterbildung zum Einsatz, in der universitären Lehre wir auch bei Firmenschulungen, in der Medizin und in Museen.

Parallel dazu wollen sich die vier Hochschulen in Lehre und Ausbildung weiter vernetzen, beispielsweise über interdisziplinäre Promotionen und gemeinsame Veranstaltungen. Die Ausbildung von Fachkräften ist aus Sicht der Verbundpartner der Schlüssel für die Stärkung der Spieleforschung und -entwicklung in NRW. Mittelfristig soll aus dem Games Technology Network ein Forschungs- und Innovationszentrum entstehen, das Spieleentwicklung in all ihren Facetten betrachtet und die Spieleindustrie in NRW einbindet.