Aufforstung der Sieben Quellen nach Unwetterschäden

17.08.2022
Arbeiter mit Baustellenbarke Urheberrecht: © Peter Winandy

Die Verantwortlichen bitten um Verständnis für begleitende Schutzmaßnahmen und um rücksichtsvolles Verhalten im Naturdenkmal im Aachener Westen.

 

Am 24. Juni ereignete sich in Aachen ein örtlich begrenztes Unwetter. Es hebelte zwei der vier riesigen Pappeln aus dem Uferbett des Dorbaches in Seffent und beschädigte weitere Bäume.

Die beiden Quelltöpfe der so genannten Sieben Quellen in diesem idyllischen Areal sind ein Naturdenkmal, das gerne von Bürgerinnen und Bürgern besucht wird. Der Bereich gehört dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, betreut wird das Kleinod jedoch durch die RWTH Aachen. Diese muss daher auch die Betriebssicherheit der Liegenschaft sicherstellen. Hier gibt es einen uralten Baumbestand, er bietet für zahlreiche seltene Tierarten eine Zufluchtsstätte. Zugleich muss die Örtlichkeit für die Menschen frei von Gefahren gehalten werden. Deshalb wurden die beiden noch stehenden Pappeln und einige Eschen auf ihre Standsicherheit mit Beteiligung der unteren Landschaftsbehörde in Aachen überprüft.

Es stellte sich heraus, dass fünf marode Bäume gefällt werden mussten, fünf weitere erhielten notwendige Pflegeschnitte. Dafür wurde der Zugang seit Ende Juni gesperrt. Vor den Baumarbeiten musste zunächst abgewartet werden, bis zwei Spechtfamilien aus den Bäumen ausflogen. Normalerweise darf man solche Fällungen laut Bundesnaturschutzgesetz auch erst ab Oktober ausführen. Die Verkehrssicherungspflicht verlangt aber eine Minimierung der Gefahren. Der beliebte Bereich ist nun wieder öffentlich zugänglich.

Allerdings sind noch weitere Maßnahmen geplant. Das Flurstück gehört zu dem nahegelegenen Wald auf dem Kamm des Wilkensberges. Da die Sieben Quellen auch als Waldparzelle ausgewiesen sind, gab das Forstamt eine Aufforderung zur Aufforstung, die bis zum Frühjahr kommenden Jahres ausgeführt sein muss. Die Aufforstung muss zur Vermeidung vor Beschädigungen geschützt werden. Daher wird es während der nächsten zehn Jahre zur Schonung der Jungbäume Einzäunungen geben. Die Verantwortlichen der Außenbereichspflege der RWTH hoffen, dass die naturbewussten Bürgerinnen und Bürger dafür Verständnis aufbringen. Auch bitten sie um Rücksicht darauf, dass die Sieben Quellen ein wertvoller Lebensraum sind und sich nicht als Abenteuerspielplatz eignen. So können die weiterhin zugänglichen Quelltöpfe noch von künftigen Generationen besucht werden.

Bild

Die Absperrung als Schutzmaßnahme im Bereich Sieben Quellen in Seffent konnte heute aufgehoben werden, das Naturdenkmal ist nun wieder öffentlich zugänglich.