Forschung im Verbund

15.12.2011

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Mit rund 350.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt SmartInspeCT zur Prozessoptimierung im Werkzeug- und Formenbau. Ziel ist die Entwicklung eines Verfahrens, bei dem auf Basis von Röntgen-Computertomographie-Messungen gezielt das Werkzeug und der Spritzgussprozess für technische Kunststoffbauteile angepasst werden kann.

 

Das Projektteam setzt sich aus der BOIDA Kunststofftechnik GmbH & Co. KG (Langgöns), der Proplas GmbH (Dornstetten) sowie dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH als universitärem Partner zusammen. Die Carl Zeiss IMT GmbH (Oberkochen) ist ebenfalls beteiligt.

Die Computertomographie (CT) ist ein bildgebendes optisches Verfahren, mit dem technische Bauteile vollständig und zerstörungsfrei geprüft werden können. Dieses Verfahren ist für die Produktentwicklung und Qualitätssicherung von Spritzgussbauteilen besonders interessant, da diese häufig über eine sehr komplexe Geometrie verfügen.

Darüber hinaus kann mit der CT der zeitliche Aufwand für Messung und Auswertung gegenüber herkömmlichen taktilen und licht-optischen Messverfahren deutlich reduziert werden. SmartInspeCT soll helfen, auf Basis des vorhandenen Soll-Ist-Vergleichs Geometrieabweichungen zu separieren und Kennwerte für das Prozessmodell des Spritzgießprozesses bereitzustellen. Dadurch kann schneller und zielgerichteter auf Prozessabweichungen reagiert sowie Verschwendung und Fehlproduktion reduziert werden.

Das BMBF fördert SmartInspeCT im Rahmen der Initiative „KMU-innovativ“. Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Spitzenforschung in wichtigen Zukunftsbereichen zu ebnen. Das Projekt startet im Januar 2012 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.