Hochdotierter Preis für Umweltforscher der RWTH

29.11.2011

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Dr. Thomas G. Preuß, wissenschaftlicher Mitarbeit am Institut für Umweltforschung der RWTH, wurde jetzt mit dem LRI Innovative Science Award 2011 ausgezeichnet. Dieser Preis wird jährlich in wechselnden Themenfeldern von CEFIC, dem Wirtschaftsverband der europäischen chemischen Industrie, vergeben. Der mit 100.000 Euro hochdotierte Forschungspreis wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Konzeption einer neuartigen interdisziplinären Forschungsidee auf dem Gebiet der Ökotoxikologie verliehen.

  Thomas Preuß Urheberrecht: privat Der Aachener Biologe Thomas Preuß wurde für seine Umweltforschung in Brüssel ausgezeichnet.

Der 38-jährige Thomas Preuß beschäftigt sich als diesjähriger Preisträger mit dem Verständnis und der Vorhersage von Effekten durch Chemikalien auf verschiedenen biologischen Ebenen. Chemikalien werden heutzutage vielfach entwickelt und produziert - die Anwendungen reichen von Arzneimitteln über Industriestoffe bis hin zu Reinigungsmitteln für den Haushalt. Damit gelangen sie aber auch in die Umwelt und können dort schädliche biologische Auswirkungen haben. Der Fokus der Forschung des Aachener Wissenschaftlers liegt im Einsatz von verschiedenen mechanistischen Modellierungstechniken. Damit werden die Komplexität und Dynamik biologischer Systeme wiedergegeben. Die von ihm untersuchten biologischen Ebenen reichen vom Protein, einzelnen Organismen bis hin zu Populationen und Ökosystemen.

Der Biologe leitet die Europäische Expertengruppe MeMoRisk - der Titel steht kurz für Mechanistische Effektmodelle für die Umweltrisikobewertung von Chemikalien – der SETAC (Society of Environmental Toxicology and Chemistry) und ist als externer Experte für die European Food Safety Authority tätig. Er wurde bereits für seine Doktorarbeit mehrfach ausgezeichnet. Der jetzt in Brüssel verliehene Preis ermöglicht ihm, Forschungsansätze zur Umweltrisikobewertung fortzuführen.