Otto-Junker-Preise 2022 an der RWTH vergeben

28.11.2022
Otto-Junker-Preise 2022 an der RWTH vergeben Urheberrecht: © Andreas Schmitter

Ryan Benkert, Daniel Fallnich, Josefin Wilkes und Tomasz Engelmann (vorne, v. l.) wurden mit dem Otto-Junker-Preis ausgezeichnet. Wolfgang Bleck, RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger, Marianne Conradt, stv. Bürgermeisterin Aachen-Mitte, und Udo vom Berg gratulierten (hinten, v. l.).

 

Ryan Benkert, Tomasz Engelmann, Daniel Fallnich und Josefin Wilkes erhielten für ihre herausragenden Studienleistungen den Otto-Junker-Preis 2022. Diese Auszeichnung wird jährlich an RWTH-Absolventinnen und -Absolventen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Fachgruppe Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik vergeben.

Die Otto-Junker-Stiftung wurde 1970 von Dr.-Ing. E.h. Otto Junker ins Leben gerufen. Als Ehemaliger der RWTH fühlte er sich der Hochschule verbunden und schätzte den wissenschaftlichen Austausch. Ziel der Stiftung ist die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Förderung zahlreicher Einzelprojekte. Udo vom Berg, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto Junker GmbH, und RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger überreichten die Auszeichnungen im Rahmen einer Feierstunde. Professor em. Wolfgang Bleck, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung, sowie die Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt gratulierten den Preisträgern.

Ryan Benkert wurde im Januar 1997 geboren und machte sein Abitur in Gilching. Anschließend studierte er Elektrotechnik, Informationstechnik und Technische Informatik an der RWTH und schloss den Master mit der Note 1,0 ab. Die Masterarbeit mit dem Thema „Out-of-Distribution Detection for Unsupervised Perception Systems” wurde am Lehrstuhl für integrierte System der Signalverarbeitung unter Leitung von Professor Gerd Ascheid geschrieben. Während des Studiums absolvierte er einen Aufenthalt am Georgia Institute of Technology, gefördert durch das Deutschlandstipendium sowie durch ein Stipendium der Georgia Tech. Darüber hinaus schloss er drei Praktika in den USA ab, eines davon in Cupertino bei Apple. Derzeit promoviert Benkert am Georgia Institute of Technology in Atlanta, USA.

Tomasz Engelmann, geboren im April 1996 in Krakau, besuchte das Gymnasium am Wirteltor in Düren im bilingualen Zweig deutsch-englisch. Er studierte Werkstoffingenieurwesen an der RWTH und schloss mit der Bestnote „mit Auszeichnung“ ab. Während des Studiums arbeitete er als studentische Hilfskraft und absolvierte diverse Praktika. Die Masterarbeit mit dem Thema „Strukturanalyse funktionalisierter Oberflächenschichten von thermisch gepolten Lithium-Aluminosilikat-Gläsern und -Glaskeramiken“ wurde am Institut für Gesteinshüttenkunde unter Leitung von Professor Christian Roos geschrieben. Engelmann ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gesteinshüttenkunde der RWTH und forscht im Bereich der CO2-freien Behälterglasherstellung.

Daniel Fallnich, Jahrgang 1996, stammt aus Hannover und absolvierte nach dem Schulabschluss ein freiwilliges Wissenschaftsjahr im Bereich der Produktionstechnik. Anschließend studierte er an der Universität Hannover Elektrotechnik und Informationstechnik im Bachelor-Studiengang. Für den Master wechselte er an die RWTH und studierte in der Fachrichtung Elektrotechnik, Informationstechnik und Technische Informatik. Hier stand er auf der Dean’s List der besten Studierenden. Fallnich hat zusätzlich noch ein sechsmonatiges Studium an der TU Delft im Department Quantum and Computer Engineering absolviert. Die Masterarbeit mit dem Thema „Design of a Hardware Architecture for the Niederreiter Cryptosystem” wurde am Lehrstuhl für integrierte digitale Systeme und Schaltungsentwurf unter Leitung von Professor Tobias Gemmeke geschrieben. Derzeit arbeitet Fallnich bei IBM in Böblingen.

Josefin Wilkes, geboren im August 1995, besuchte das St. Ursula Gymnasium in Dorsten, bevor sie in Aachen Werkstoffingenieurwesen studierte. Die Masterprüfung bestand sie mit Auszeichnung. Sie wurde mit dem Deutschlandstipendium gefördert, stand auf der Dean’s List der Jahrgangsbesten und erhielt einen Studienförderpreis für ihre Bachelorarbeit. Die Masterarbeit mit dem Thema „Untersuchung von Einflussfaktoren auf den Bauschinger-Effekt in einem Duplexstahl mittels Zug-Druck-Versuch“ wurde am Institut für Eisenhüttenkunde unter Leitung von Professor Ulrich Krupp geschrieben. Seit Oktober 2021 ist sie als Werkstoffingenieurin bei der Otto Fuchs KG in Meinerzhagen beschäftigt.