RWTH-Professor Karl Bernhard Friedrich erhielt die Ehrendoktorwürde

10.02.2012

Die Donetsk Technical University (DonNTU) verlieh kürzlich Karl Bernhard Friedrich von der RWTH Aachen University für sein intensives Engagement um die Partnerschaft beider Universitäten und seine prozessmetallurgische Expertise die Ehrendoktorwürde.

  Urheberrecht: Foto: DonNTU RWTH-Professor Karl Bernhard Friedrich erhielt die Ehrendoktorwürde für sein intensives Engagement um die Partnerschaft mit der Donetsk Technical University in der Ukraine.

Der Professor und Leiter des RWTH-Instituts für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling (IME) gilt international als ausgewiesener Fachmann für die Rückgewinnung und Reinigung von Metallen, die in ausgedienten Geräten wie Motoren, Mobilfunkgeräten, Computern und Reststoffen der Produktion vielfältig enthalten sind. Hierzu bedient sich sein Institut modernster Technologie wie zum Beispiel Vakuumschmelzreaktoren und Elektrolichtbogenöfen. Seit über zehn Jahren wird unter anderem ein Verfahren entwickelt, welches das Recycling des high-tech Metalls Titan aus Flugzeugturbinen und Autoturboladern ermöglicht.

Diese Arbeiten führten Friedrich früh mit den Wissenschaftlern aus Donetsk zusammen. Die DonNTU ist eine der ältesten und größten technischen Universitäten und der größte Montanbereich in der Ukraine. Ein besonderer Schwerpunkt lag stets in den Bereichen Geowissenschaften, Bergbau und Metallurgie. Die aus der Kooperation mit der RWTH entstandene Win-win-Situation aus Austausch und Integration der ukrainischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die westliche Welt nach Auflösung der Sowjetunion war Basis für die Bildung vieler Freundschaften. In seiner Rede bedankte sich Friedrich deshalb mit folgenden Worten: „Der Ehrendoktortitel ist für mich Ansporn, die Partnerschaft zwischen den Universitäten in Donetsk und Aachen in Lehre, Forschung und zwischenmenschlichen Begegnungen weiter aktiv zu begleiten und zu fördern.“