Dr. Waltraud Kreutz-Gers

 

Kanzlerin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Dr. Waltraud Kreutz-Gers Urheberrecht: © JANA Kay

Hochschulen sind bislang gut durch die Pandemie gekommen

Alles in allem sind die Hochschulen bislang gut durch die Pandemie gekommen. Durch weitgehenden Wegfall der Präsenzlehre seit dem Sommersemester 2020, die Umstellung auf ein digitales Lehrangebot bei Priorität von Praktika und Prüfungen unter AHAL-Regeln, den zwar eingeschränkten, aber fortgesetzten Forschungsbetrieb war und ist der universitäre Alltag zwar merklich, aber im Gegensatz zu vielen Bereichen in Wirtschaft und Gesellschaft nicht existentiell betroffen. In der Administration des solchermaßen veränderten Hochschulbetriebes sind dank Homeoffice- und Hygieneregelungen jedenfalls keine massiven Probleme aufgetreten.

Was bleibt von diesen Erfahrungen für die Zukunft? Kurzfristig anberaumte Besprechungen lassen sich auch künftig schneller realisieren, wenn sie virtuell organisiert werden. Der Gewinn an Zeit durch Verzicht auf Dienstreisen wird von vielen als Bereicherung empfunden, ganz abgesehen vom Beitrag zum Klimaschutz. Dort, wo es die Aufgabenstellung zulässt, wird auch künftig stärker mobiles Arbeiten ermöglicht werden mit Konsequenzen für Selbstorganisation und Führungsverhalten bis hin zur Arbeitsplatzgestaltung. Persönlicher Kontakt aber wird immer dann unverzichtbar sein, wenn es gilt, Vernetzung herzustellen, Prozesse zu koordinieren und Konflikte zu lösen.