Zugangsprüfung

 

Anmeldefrist zur Zugangsprüfung

Sommersemester: 1. Oktober eines jeden Jahres

Wintersemester: 1. April eines jeden Jahres

 

Voraussetzungen

Zur Zugangsprüfung wird zugelassen, wer

  1. den Abschluss einer nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und
  2. eine danach erfolgende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit auch in einem der Ausbildung fachlich nicht entsprechenden Beruf (für Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogrammes des Bundes sind zwei Jahre ausreichend) nachweisen kann.

Als berufliche Tätigkeit zählt auch ein nach Abschluss der Ausbildung absolvierter freiwilliger Dienst (zum Beispeil freiwilliger Wehrdienst/Zivildienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr) sowie der Abschluss einer weiteren Ausbildung.

Der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt ist die hauptverantwortliche und selbstständige Führung eines Familienhaushalts und die Erziehung eines minderjährigen Kindes im Sinne des Paragrafen 25 Absatz 5 Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder die Pflege eines Angehörigen im Sinne des Paragrafen 16 Absatz 5 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz.

Eine mindestens hälftige Teilzeitbeschäftigung oder Übernahme der in Satz 2 genannten Aufgaben ist als berufliche Tätigkeit mit dem entsprechenden Anteil anzurechnen.

Die selbständige Führung eines Familienhaushalts mit mindestens einer erziehungs- oder pflegebedürftigen Person ist anderen Berufstätigkeiten gleichgestellt.

Durch die Zugangsprüfung wird festgestellt, ob die sich bewerbende Person die fachlichen und methodischen Voraussetzungen für das Studium des angestrebten Studiengangs an einer Hochschule erteilt. Der Prüfungsausschuss entscheidet über den Erfolg der Prüfung. Inhalt der Prüfung ist allgemeines und fachbezogenes Wissen. Die Prüfung weist in der Regel schriftliche und mündliche Prüfungsteile auf; mit Rücksicht auf Besonderheiten des angestrebten Studiengangs kann hiervon abgewichen werden.

Die in der Zugangsprüfung erbrachten Prüfungsleistungen werden mit Noten bewertet. Die Durchschnittsnote ist auf eine Dezimalstelle zu errechnen. Über die bestandene Prüfung stellt die Hochschule ein Zeugnis aus, das den Studiengang und die Durchschnittsnote enthält. Über eine nicht bestandene Prüfung wird ein Bescheid erteilt.
Die bestandene Zugangsprüfung berechtigt zur Aufnahme des Studiums im ersten Fachsemester des jeweiligen Studienganges an der prüfenden Hochschule. Mit der Note aus der Zugangsprüfung bewerben Sie sich dann um einen Studienplatz an der RWTH Aachen. Für einen Studiengang erforderliche Einschreibungsvoraussetzungen, zum Beispiel ein erforderliches Vorpraktikum oder eine studiengangbezogene besondere Vorbildung bleiben vom Bestehen der Zugangsprüfung unberührt.

Ein Anspruch auf einen Studienplatz wird mit der bestandenen Zugangsprüfung nicht erworben. Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen ist eine separate Bewerbung um einen Studienplatz entweder über die Stiftung für Hochschulzulassung oder die RWTH Aachen erforderlich.

 

Verfahrensablauf

Die Bewerbung für ein Probestudium, für eine Zugangsprüfung oder für den Zugang zu einem Hochschulstudium auf Grund einer beruflichen Aufstiegsfortbildung oder auf Grund einer dem angestrebten Studium fachlich entsprechenden Berufsausbildung und beruflichen Tätigkeit ist unter Angabe des Studiengangs schriftlich an die RWTH Aachen zu richten. Die erforderlichen Nachweise und eine Darstellung der wesentlichen Inhalte der Ausbildung und der Berufstätigkeit sind auf Verlangen der RWTH Aachen beizufügen.

Bewerberinnen und Bewerber nehmen in der Regel an einem von der Hochschule angebotenen Beratungsgespräch teil. Hierdurch soll ermittelt werden, ob erforderliches fachliches oder methodisches Vorwissen fehlt. Das Beratungsgespräch soll auch über Möglichkeiten des Ausgleichs des fehlenden Vorwissens im Sinne einer Studienerfolgsprognose informieren.

Die Zugangsprüfung führt der jeweilige Prüfungsausschuss des gewählten Studiengangs innerhalb von sechs Wochen nach Bewerbungsende durch. Für Informationen zum Inhalt der Zugangsprüfung wenden Sie sich bitte an die zuständige Fachstudienberatung.

 

Bewerbungsfristen und Antragstellung

Bewerbungen, die nicht fristgerecht oder unvollständig vorliegen, sind vom Studierendensekretariat abzulehnen.

Die Bewerbung ist innerhalb der Bewerbungsfrist (1. April für ein Wintersemester, 1. Oktober für ein Sommersemester) unter Verwendung des entsprechenden Antragsvordruckes und Vorlage aller erforderlichen Unterlagen schriftlich an das Studierendensekretaria zu richten.

Folgende Nachweise sind beizufügen:

  1. Kopie des gültigen Personalausweises oder Reisepasses
  2. das zuletzt erworbene Zeugnis einer allgemeinbildenden Schule
  3. gegebenenfalls der Nachweis der erworbenen beruflichen Aufstiegsfortbildung
  4. gegebenenfalls der Nachweis einer abgeschlossenen mindestens zweijährigen Berufsausbildung und der Nachweis einer danach folgenden mindestens dreijährigen beruflichen Tätigkeit beziehungsweise der selbständigen Haushaltsführung mit mindestens einer erziehungs- oder pflegebedürftigen Person.
  5. gegebenenfalls Nachweis über den abgeleisteten Freiwilligendienst